Manaf Halbouni – Monument

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Manaf Halbouni – Monument

Projektbeschreibung

„MONUMENT“ ist ein temporäres Kunstprojekt im öffentlichen Raum. Im Februar 2017 sollen drei ausrangierte Busse hochkant eine Barrikade auf dem Dresdner Neumarkt bilden.

Aleppo war einst eine lebendige und florierende Stadt, das industrielle Herz Syriens. Von dieser Stadt ist heute nicht mehr viel übrig. Große Teile der historischen Altstadt sind inzwischen dem Erdboden gleich. Die Menschen in Aleppo leben in Chaos und ständiger Angst, man muss immer mit dem Tod rechnen, wenn man nicht in einem der von Sadat kontrollierten Vorstädte lebt. Der Tod kommt als tödliche Fracht per Flugzeug oder durch Scharfschützen.

Aus dieser Not heraus haben die Bewohner von Aleppo drei zerstörte Linienbusse, von denen seit Beginn der Kämpfe viele in der Stadt stehen, nebeneinander aufgerichtet, um das Sichtfeld der Scharfschützen ins Viertel und in die Einkaufsstraße zu blockieren. Ein Monument des Widerstandes und des Schutzes ist so entstanden.

Dresden steht wie kaum eine andere Stadt für massiv in der Öffentlichkeit zur Schau gestellte Fremdenfeindlichkeit und Hass gegen das Fremde und gegen jene, die für eine Aufnahme von Flüchtenden plädieren. Auf der anderen Seite gibt es eine von vielen freiwilligen Helfern getragene Willkommenskultur.

Mit der temporären Arbeit „MONUMENT“ möchte Manaf Halbouni an einem zentralen und bedeutsamen Ort in der Dresdner Innenstadt ein weithin sichtbares Zeichen für Frieden setzen, ein Zeichen dafür, dass Schutzsuchende in Dresden willkommen sind.

Künstler

Der 1984 in Damaskus in Syrien geborene Manaf Halbouni lebt und arbeitet in Dresden. Zunächst legte er ein Fachabitur in Elektrotechnik ab, ehe er sich von 2005 bis 2008 im Studiengang Bildhauerei an der Universität der Schönen Künste Damaskus/Syrien einschrieb. Von 2009 bis 2014 studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Fachklasse Prof. Eberhard Bosslet. Seit 2014 ist er dort Meisterschüler.

Halbouni ist in der Galerie Katherina Maria Raab in Berlin vertreten, wo er eine Ausstellung unter dem provokanten Titel „Mein Reich komme, mein Wille geschehe“ gezeigt hat. Neben weiteren Ausstellungen in der Galerie Holger John (Dresden), beim Berliner Herbstsalon im Maxim Gorki Theater (Berlin), im Victoria & Albert Museum und in der Shoreditch Town Hall in London, war er 2015 auch bei der 56. Biennale in Venedig vertreten.

_http://www.manaf-halbouni.com

Patenschaft

Dem Künstler Manaf Halbouni ist es wichtig, dass MONUMENT aus der Dresdner Bürgerschaft heraus finanziert wird. Deshalb wird die Installation ab Dezember 2016 auch über eine Crowdfunding Aktion unterstützt. Die KULTURPATEN DRESDEN helfen bei dieser Kampagne.